Methoden der Beobachtung

Zufallsbeobachtung

Ohne uns dessen bewusst zu sein, machen wir täglich viele Zufalls- und Spontanbeobachtungen, die die erzieherische Arbeit weitgehend beeinflussen.

Selbstbeobachtung

Für den pädagogischen Prozess ist es wichtig, seine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen Selbstbeobachtung schließt dies als Selbstkritik ein.

Fremdbeobachtung

Fremdbeobachtung vermeidet den so genannten "blinden Fleck", den Menschen sich selbst Gegenüber haben. Andere Menschen können unvoreingenommener beobachten. Vorsicht bei kollegialen Gemeinsamkeiten, sie können auch den blinden Fleck betreffen. Reflexion ist deshalb ein ständiger Begleiter des Auswertungsgeschehens. (siehe auch Personenwahrnehmung)

 

Systematische Beobachtung (siehe auch Arbeitsblatt SystematischeBeobachtung.pdf)

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Das ist gezielte, geplante und überprüfbare Beobachtung. Sie nimmt dem Beobachten das nur Zufällige und gibt dem Beobachter Gelegenheit, seine Annahmen zu überprüfen. Alle Beobachtungsmethoden sollen an den Kriterien für systematische Beobachtung ausgerichtet sein.

Teilnehmende  Beobachtung

Erzieher, die als Beobachter aktiv im Gruppengeschehen (Spiel, Anleitung) beteiligt sind, sind teilnehmende Beobachter. Das Notieren der Ergebnisse lässt sich nur über das Anfertigen eines Gedächtnisprotokolls nach der Beobachtung lösen.

Nicht-teilnehmende  Beobachtung

Der Erzieher beschränkt sich ausschließlich auf die Beobachtung, wird nicht im Gruppengeschehen aktiv.

Offene Beobachtung

Der Beobachter wird dem zu Beobachtenden vorgestellt, das Beobachtungsanliegen wird mitgeteilt.

Verdeckte  Beobachtung

Die Absicht des Beobachters wird nicht mitgeteilt, er selbst bleibt anonym.

Einzelbeobachtung

Bei der Einzelbeobachtung konzentriert sich der Beobachter auf ein Kind. Der Vorteil dieser Vorgehens weise ist es, sich umfassend und gründlich über ein Kind zu informieren.

Gruppenbeobachtunq

Mehrere Kinder werden gleichzeitig beobachtet. Hier geht es besonders um die Gruppe und die soziale Interaktion des einzelnen Kindes. Es besteht die Gefahr, dass Beobachtungsergebnisse durch die Komplexität des Geschehens ungenau werden. Vom Beobachter verlangt diese Methode sehr viel Konzentration und Erfahrung, wenn er genaue Ergebnisse erwartet.

Kurzzeitbeobachtung

Diese Beobachtungsmethode sieht z.B. etwa zehnminütige Beobachtungsphasen vor, z.B. an fünf Tagen hintereinander.

Langzeitbeobachtung

Ein Kind oder eine Gruppe wird über einen längeren Zeitpunkt hinweg, unter Umständen jeweils eine Stunde am Tag beobachtet.

Ob eine systematische Beobachtung methodisch unstrukturiert oder auch strukturiert geplant wird, ist eine Frage des Ziels. >>> weiter >>>